Trainingszentrum für Legasthenie, Dyskalkulie und Nachhilfe
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Diagnostischer Rechtschreibtest

Zu Beginn erfolgt ein individueller diagnostischer Rechtschreibtest entsprechend der Münsteraner Rechtschreibanalyse, womit ich die Rechtschreibkompetenzen erfassen kann.

Der Test ist als Geschichte konstruiert und vom Schüler als Lückendiktat auszufüllen. Durch die anschließende Fehleranalyse erhalte ich Erkenntnisse über die Kompetenzen der Kinder und die Fehlerhäufigkeiten sowie Fehlerschwerpunkte.

Förderplan

Aus der Auswertung des diagnostischen Rechtschreibtests gewinne ich ein Gesamtbild des betreffenden Kindes, welches im Leistungsprofil genauer dargestellt wird.

Mit Hilfe der Diagnoseergebnisse erstelle ich einen individuellen Förderplan. Der Förderplan beinhaltet:

  1. Konzentration
  2. Akustische Differenzierung (Graphem-Phonem-Korrespondenz)
  3. Akustische Durchgliederung (GPK)
  4. Optische Differenzierung
  5. Speicherung
  6. Nutzung von Rechtschreibregeln
  7. Morphologische Orientierung
  8. Weitere Aspekte der Wortschreibung

Der Förderplan orientiert sich sowohl an den jeweils notwendigen Förderschwerpunkten, als auch daran, wie hoch die Kompetenzen des Kindes und seine ´Belastbarkeit´ aufgrund meiner Diagnose eingeschätzt werden. Über ihn wird sowohl das Anforderungsniveau, als auch das für das Kind sinnvolle Fördertempo bestimmt.

Vor allem mit Blick auf die Motivation des Kindes sollten die ersten Fördermaßnahmen rasch zu Erfolgserlebnissen verhelfen. Dem Kind soll bald die Erfahrung verschafft werden, dass sich die Anstrengung lohnt.

Umsetzung

Der Förderplan wird in den Übungsstunden umgesetzt.

Die Stunden gliedern sich in drei Phasen auf:

1. Phase: die Phase des Einstiegs

Hier werden die Kenntnisse der letzten Unterrichtsstunde wiederholt, das Kind in seiner Aufmerksamkeit durch Aufmerksamkeitsübungen gestärkt und Interesse für das Neue geweckt.


2. Phase: die Phase der Erarbeitung

Intensiv wird hier mit dem Kind gearbeitet. Da jedes Kind verschiedene Probleme hat, wird mit jedem Kind anders gearbeitet. Der Therapieplan sieht also immer anders aus. Auch ist es hier wichtig nicht nur durch einseitiges Üben am Symptom zu arbeiten, sondern das Interventionen zur Schärfung der Sinneswahrnehmung und der Stärkung der Aufmerksamkeit unternommen werden.


3. Phase: die Ergebnissicherung

Hier liegt mein Augenmerk darauf, dass das Geübte noch einmal zusammengefasst wird. Oft erfolgt noch ein Spiel zur Ergebnissicherung. Z.B.: Wörterbingo, Silbenärger, usw.) Manchmal bekommen Kinder eine Hausaufgabe. Am wichtigsten ist jedoch zum Schluss, dass das Kind mit einem Erfolgserlebnis nach Hause geht und sich schon auf die nächste Stunde freut.


Die Übungen werden entsprechend des Förderplanes und dem erreichten Lernfortschritt gewählt.

Beispiele für den Wahrnehmungsbereich sind:

  • Hör- und Nachsprechübungen
  • Erkennen der langen und kurzen Selbstlaute
  • Erkennen von Vor- und Nachsilben

Beispiele für den Regelbereich sind:

  • Dehnung
  • Doppelmitlaute
  • „ S „ Laute
  • Umlaute
  • Groß- und Kleinschreibung
  • Gleichklingende Buchstabengruppen

Die in den Übungen gemachten Fehler werden mit dem Kind besprochen. Das Wort wird genau noch einmal analysiert und die Fehlerschwerpunkte herausgearbeitet. Fehler soll hier für das Kind nicht heißen: „ Ich habe versagt.“ sondern: „ Hier habe ich etwas noch nicht verstanden.“

Der Lernfortschritt wird permanent kontrolliert. Halbjährlich erfolgt ein erneuter diagnostischer Rechtschreibtest mit anschließender Überarbeitung des Förderplanes.

Die Behebung der Schwierigkeiten des Kindes bedarf eines langfristigen, gut durchdachten und konsequenten Trainings.